Projekt zu Demokratie und Erinnerungskultur: Haikus zum 80-jährigen Jubiläum des Kriegsendes

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Im Rahmen eines Schuljahresprojekts zum Thema Demokratie und Erinnerungskultur nahm die damalige Klasse 10B mit ihrem Lehrer Herrn Michel im vergangenen Schuljahr an einem besonderen Workshop teil. An zwei Projekttagen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit dem Dichter Ingo Cesaro zusammen. Ziel war es, Haikus zum 80-jährigen Jubiläum des Kriegsendes zu verfassen und diese mit einer historischen Letterpresse zu drucken. Besonders eindrucksvoll waren auch die Hintergrundinformationen, die Cesaro der Klasse vermittelte. Ein Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die aus drei Zeilen mit insgesamt 17 japanischen Silben besteht. In der deutschen Sprache wird dies oft als eine Struktur von 5, 7 und 5 Silben interpretiert. Traditionell deuten sie eine Jahreszeit an und regen zum Nachdenken an.  Es wurde ebenso verdeutlicht, wie präsent Haikus bis heute in Japan sind. Ein Höhepunkt war das gemeinsame Drucken der Texte mit der alten Presse. Dabei wurde deutlich, wie eng Sprache, Geschichte und Demokratie miteinander verbunden sind und wie wichtig es ist, Erinnerungen lebendig zu halten. Ende im November dieses Schuljahres wurden schließlich die gesammelten Haikus als gebundenes Büchlein von Ingo Cesaro an die Teilnehmer ausgehändigt.

J.Sachs

Hier zwei Haikus, die im Rahmen des Projekts entstanden sind:
80 Jahr‘ Frieden
Leben ohne Furcht und Not
So soll es bleiben
von Maximilian Wich

Frieden auf der Welt
ist das hier jemals möglich
Oder nur ein Wunsch?
von Jule Krämer

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